| Die Geschichte des Ortsvereins Husum e.V. |
| Auf Betreiben des Schweizers Henri Dunant wurde im Jahre
1864 durch den Abschluss der internationalen Genfer Konventionen das Rote
Kreuz mit Sitz in Genf gegründet. Nach den Beschlüssen dieser
Konferenz sollten in allen Ländern Ausschüsse gebildet werden,
um in Kriegszeiten beim Sänitärdienst der Heere mitzuwirken. Da es in Deutschland zu dieser Zeit 39 souveräne Staaten gab, entstand in Deutschland zunächst nicht ein " Rotes Kreuz", sondern es entstanden eine Vielzahl von selbständigen Landesorganisationen. 1869 kam es dann zu einer Deutschen "Gesamtorganisation der Deutschen Vereine zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger". Das insoweit gebildete Zentralkomitee führte, wenn auch nicht "von Rechts wegen", so doch im Sprachgebrauch die Bezeichnung "Deutsches Rotes Kreuz".
Im Rahmen dieser Entwicklung entstand im Jahre 1870/71 in Husum der "Localverein zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger". Dieses war somit das Gründungsdatum des heutigen DRK-Ortsvereines Husum e.V., der im Jahre 1996 sein 125-jähriges Jubiläum feiern konnte. Die Aufgaben und Leistungen des Ortsvereines in der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg bestanden insbesondere in der Unterhaltung einer Sanitätskolonne und in der Erbringung vielfältiger materieller Hilfen für bedürftige Personen. So gab es beispielsweise jährlich eine Weihnachtsbeschenkung, um Kinder insbesondere mit Bekleidung zu versorgen. Vorstandsmitglieder und HelferInnen nahmen an der Volksküche teil, um bei der Essensausgabe zu helfen.
Die Wiedergründung unseres Ortsvereines nach dem 2. Weltkrieg fand
am 29. Juli 1947 statt. In den ersten Nachkriegsjahren wurden durch den
Ortsverein insbesondere materielle Hilfen geleistet. So wurden z.B. Geldzuwendungen
an Notleidende erbracht, Konfirmanden betreut, finanzielle und sonstige
Unterstützungen für die Kinderverschickung, sowie für Kinder-
und Mütter-Kuren geleistet. Heimkehrende Kriegsgefangene und Vertrieben
wurden materiell und immateriell unterstützt.
|